Brand in einem Asylbewerberwohnheim

Magdeburg – Aus unbekannter Ursache brach in einem Bewohnerzimmer eines Asylbewerberwohnheims im Stadtteil Buckau in der Sandbreite am Mittwochabend, 10.04.2019 gegen 22:45 Uhr ein Brand aus.

Durch die Brandmeldeanlage wurde der Brandausbruch unverzögert der Feuerwehr gemeldet und die Bewohner sowie der anwesende Sicherheitsdienst gewarnt. Bei Eintreffen des Löschzuges Süd der Berufsfeuerwehr Magdeburg brannte ein Zimmer bereits vollständig. Flammen schlugen aus den Fenstern, dichter Rauch drang aus dem gesamten Dach, den Fluren und den Türen.

Alle 12 Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Darunter waren 3 Kinder und eine schwangere Frau.

Der zuerst eingetroffene Löschzug alarmierte sofort Kräfte nach, suchte das Gebäude mit zwei Trupps unter Atemschutz nach Personen ab und begann mit der Brandbekämpfung. Die Suche und Brandbekämpfung wurde durch Kräfte des dann eintreffenden Löschzuges der Feuerwache Nord unterstützt. Es wurden keine Personen im Gebäude gefunden. Die Freiwilligen Feuerwehren Südost und Beyendorf Sohlen bauten die Wasserversorgung über lange Wegestrecken von der Schilfbreite aus auf.

Ein Notarzt sichtete die Bewohner und die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Niemand war verletzt. Da das Gebäude durch den Brandrauch nicht mehr bewohnbar war, brachte die Feuerwehr die Bewohner nach Absprache mit dem Sozialamt in eine Ersatzunterkunft. Den Transport übernahmen Kleinbusse der Freiwilligen Feuerwehren Diesdorf, Olvenstedt und Rothensee. Der Brandschaden wird auf 200.000 € geschätzt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand wird derzeit davon ausgegangen, dass ein Angriff von außen nicht stattgefunden hat, sondern die Brandursache im Inneren des Gebäudes zu suchen ist. Gegenwärtig wird von einer fahrlässigen Brandstiftung ausgegangen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Polizeirevier Magdeburg

Eingesetzt waren:

-zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Südost, Beyendorf/ Sohlen, Rothensee, Olvenstedt und Diesdorf, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Polizei. Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte vor Ort.

Text: Feuerwehr Magdeburg